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Marlowe in Toga?
Krimis über das alte Rom - Der historische Kriminalroman als neues Genre der Trivialliteratur am Beispiel der "SPQR"-Romane von John Maddox Roberts

Dr. Markus Schröder

1. Auflage, Paderborn 2001, 132 Seiten, 24,00 Euro
ISBN 978-3-931263-21-8

Diese neue Gattung wird von der Literaturkritik mit Missachtung gestraft. Es werden äußerst selten Kritiken und Rezensionen in den Feuilletons etablierter Zeitschriften gedruckt und eine kritische Betrachtung des neuen Genres auf wissenschaftlicher Ebene ist noch nicht unternommen worden. Dies ist um so erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass beispielsweise die Schriftsteller des historischen Kriminalromans, der in der Römischen Republik spielt, ausnahmslos Akademiker aus den entsprechenden Fachbereichen, wie Latein und Alte Geschichte, sind. Wenn diese Fakten zu Grunde gelegt werden, ist der Titel der Arbeit mit doppelter Betonung zu lesen; zum einen als "Der historische Kriminalroman als Form der Trivialliteratur" und als "Der historische Kriminaloman als Form der Trivialliteratur".

Zum einen wird die Frage gestellt, wie es möglich ist, dass seriöse Schriftsteller sich den beiden Romangattungen Kriminalroman und historischer Roman widmen, obwohl diese Romantypen literarisch negativ vorbelastet sind. Zum anderen soll geklärt werden, inwiefern die vermehrte Beschäftigung mit ihnen zur Folge haben könnte, dass diese neuen Hybriden, historische Kriminalromane, den Ansprüchen sowohl von Historikern als auch von Literaturkritikern genügen können und trotzdem in so einem Maße belletristisch sind, dass sie als neue Gattung in Erscheinung treten und Bestand haben können.

Die folgenden Punkte sollen zeigen, dass die neue Gattung ein ernsthaftes Genre ist, das nicht verallgemeinernd als Trivialliteratur und damit implizit als Literatur minderer Qualität dargestellt werden kann. Die positiven Beispiele des Genres werden den Ansprüchen des historischen Romans ebenso wie denen des Kriminalromans gerecht. Zugleich wird der Aspekt des historischen Kriminalromans als erzählte Geschichte und ihre Einsatzmöglichkeit in der Bildung beleuchtet, um zu zeigen, dass das Potential dieser Romane eine verallgemeinernde Kategorisierung als Trivialliteratur nicht rechtfertigt.


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Kulturpreis Deutsche Sprache 2013

Herausgegeben von: Prof. Dr. Helmut Glück

1. Auflage, Paderborn 2013, 51 Seiten, 9,90 Euro
ISBN 978-3-942409-36-0

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